Esoterik: was das Wort bedeutet, woher sie kommt und was du in einem Esoterik-Shop wie unserem findest
Wer im Netz nach einem Esoterik-Shop oder einem Esoterikladen sucht, landet früher oder später bei uns. Dabei ist das Wort selbst eine kleine Geschichte für sich: eine griechische Vokabel für „innerlich“, ein Forschungsgebiet an Universitäten, ein Regal im Buchladen und, je nachdem, wen man fragt, ein Schimpfwort. Auf dieser Seite erzählen wir, woher der Begriff kommt, welche Traditionen dahinterstehen, von der Hermetik bis zum Räuchern der Großmütter, warum das Wort heute einen schweren Stand hat und was wir in unserem Laden in Neuss darunter verstehen: Werkzeuge für ein bisschen mehr Lebensfreude, Achtsamkeit und Spiritualität im Alltag.
Was ist Esoterik?
Esoterik kommt vom griechischen esoterikós, „innerlich“, und meinte ursprünglich Lehren für den inneren Kreis einer Schule. Heute ist es ein Sammelbegriff für spirituelle Traditionen und Praktiken, die von einer inneren, verborgenen Seite der Welt ausgehen: Astrologie, Alchemie, Kabbala, Steinkunde, Räuchern, Pendeln, Meditation, Kartenlegen. Eine feste Definition gibt es nicht, und eine Religion ist Esoterik auch nicht. Viele sagen heute lieber moderne Spiritualität dazu. In unserem Laden meint das Wort die Dinge, mit denen Menschen seit Jahrhunderten ihre Rituale gestalten: Räucherwerk, Steine, Kerzen, Öle, Kupfer, und das Wissen, wie man damit umgeht.
Wo fängst du an?
Woher das Wort kommt: innerlich, geheim, weltfremd
Das griechische Wort esoterikós heißt „innerlich“, zu éso, „innen“. Es taucht zum ersten Mal im 2. Jahrhundert nach Christus auf, beim Arzt Galen und in einer Satire des Lukian, und meint dort die Lehren, die Aristoteles nur innerhalb seiner Schule vortrug, im Gegensatz zu den „exoterischen“, den nach außen gerichteten Schriften. Eine Geheimlehre steckte nicht dahinter; die inneren Schriften setzten einfach Vorbildung voraus. Erst der Kirchenvater Clemens von Alexandria benutzte das Wort im Sinn von „geheim“, und der Philosoph Iamblichos erzählte von den Pythagoreern, deren innerer Kreis, die Esoteriker, mehr wusste als die Zuhörer draußen. Von dieser Geschichte lebt das Wort bis heute.
Ins Deutsche kam „esoterisch“ 1772, als Fremdwort für Lehren, die nur Eingeweihten gelten; der „Esoteriker“ folgte 1813, das Substantiv „Esoterik“ erst im 20. Jahrhundert. Das französische ésotérisme prägte 1828 der Gelehrte Jacques Matter, und der Magier und Schriftsteller Éliphas Lévi machte es ab 1854 mit seinen Büchern über die „hohe Magie“ zum Fachwort des Okkultismus. Im 20. Jahrhundert bekam das Wort seine zweite, abwertende Bedeutung: unverständlich, versponnen, weltfremd. Und um 1970 wurde es zum Namen eines Marktes, als die New-Age-Bewegung von Kalifornien aus Bücher, Kurse, Steine und Räucherwerk in die Läden brachte. Seither kann „Esoterik“ je nach Sprecher eine Denkweise meinen, ein Regal im Buchladen oder ein Schimpfwort. Auf dieser Seite geht es um die ersten beiden.
Was die Forschung unter Esoterik versteht
Es gibt Lehrstühle dafür, und das überrascht viele. Der französische Historiker Antoine Faivre bekam 1979 an der Sorbonne den ersten Lehrstuhl Europas für die Geschichte der esoterischen Strömungen und beschrieb 1992, was diese Strömungen gemeinsam haben, in vier Merkmalen: Entsprechungen, also die Vorstellung, dass alles mit allem zusammenhängt, „wie oben, so unten“; die lebendige Natur, die beseelt und wirksam ist; die Vorstellungskraft als Weg der Erkenntnis, mit Bildern, Symbolen und Mittlern; und die Wandlung, die Idee, dass Stoff und Mensch sich verwandeln können, wie in der Alchemie. Wer diese vier Merkmale kennt, findet sie in fast allem wieder, was in unserem Laden steht: im Stein, der einer Stimmung entspricht, im Räucherwerk, das einen Raum verwandelt, in der Kerze, die eine Absicht trägt.
Der Amsterdamer Professor Wouter Hanegraaff beschreibt es anders: Esoterik sei vor allem verworfenes Wissen, all das, was im Lauf der Jahrhunderte aus dem Kanon der Universitäten gefallen ist, Astrologie, Magie, Alchemie, Naturphilosophie, und was deshalb in einer gemeinsamen Schublade landete. Der Religionswissenschaftler Kocku von Stuckrad wiederum beschreibt Esoterik als eine Art zu reden: den Anspruch, es gebe ein verborgenes Wissen, das man auf einem besonderen Weg erlangen kann. Sein Buch „Was ist Esoterik?“ ist der beste Einstieg in deutscher Sprache. Geforscht wird heute in Paris, Amsterdam, Exeter, an der Universität Halle seit 1992 und in Erlangen, mit einer eigenen Fachzeitschrift seit 2001. Wer das weiß, liest das Wort Esoterik ein bisschen anders: als ein Feld, das man ernst nehmen kann.
Die Zeitleiste: von Hermes Trismegistos bis zum Räucherabend
Was wann entstanden ist, so weit es sich belegen lässt. Manches ist älter, als man denkt, manches jünger.
| Wann | Was | Woher wir es wissen |
|---|---|---|
| 4. Jahrhundert vor Christus | Aristoteles unterscheidet Schriften für die Schule und für die Öffentlichkeit; daher das Wortpaar esoterisch und exoterisch | antike Philosophiegeschichte |
| 2. bis 3. Jahrhundert | Die Schriften des Hermes Trismegistos entstehen in Ägypten, griechisch geschrieben: das Corpus Hermeticum, Quelle des Satzes „wie oben, so unten“; zugleich die Gnosis und der Neuplatonismus des Plotin | Handschriften, seit 1614 in die Spätantike datiert |
| 2. Jahrhundert | Das Wort esoterikós zum ersten Mal, bei Galen und Lukian | Wörterbücher, Textbelege |
| 12. bis 13. Jahrhundert | Die Kabbala in Südfrankreich und Spanien: Sefer ha-Bahir, dann der Sohar; Hildegard von Bingen schreibt am Rhein über Pflanzen und Steine | erhaltene Handschriften; Hildegards Naturschriften nur in späteren Abschriften |
| 1463 | Marsilio Ficino übersetzt das Corpus Hermeticum für die Medici ins Lateinische; die Renaissance entdeckt die Hermetik | gedruckt 1471 |
| 1493 bis 1541 | Paracelsus: Signaturenlehre, Alchemie als Heilkunst, das Verhältnis von Mensch und Kosmos | seine Schriften |
| 1614 | Die Fama Fraternitatis, das erste Rosenkreuzer-Manifest, erscheint in Kassel; im selben Jahr datiert der Philologe Isaac Casaubon die hermetischen Texte in die Spätantike | Drucke und Casaubons Studie |
| 1848 | Die Fox-Schwestern in Hydesville, New York: Beginn des Spiritismus, der innerhalb weniger Jahre Europa erreicht | Zeitungsberichte der Zeit |
| 1875 | Gründung der Theosophischen Gesellschaft in New York durch Blavatsky und Olcott; die Geburtsstunde der modernen Esoterik im engeren Sinn | Gründungsprotokoll 17. November 1875 |
| 1886 | Sebastian Kneipp veröffentlicht „Meine Wasserkur“; die Naturheilkunde wird Volksbewegung; seit 2015 Kulturerbe | sein Buch, UNESCO-Liste |
| 1888 | Der Golden Dawn in London verbindet Kabbala, Tarot, Astrologie und Alchemie zu einem Einweihungssystem | Ordensdokumente |
| 1912 | Rudolf Steiner trennt sich von der Theosophie; die Anthroposophische Gesellschaft entsteht, mit Aufnahmefeier in Köln | Gründungsakten |
| 1945 | Der Fund von Nag Hammadi in Ägypten bringt gnostische Schriften ans Licht | die Kodizes |
| 1954 | Gerald Gardner veröffentlicht „Witchcraft Today“; das moderne Hexentum, Wicca, wird öffentlich | sein Buch, drei Jahre nach dem Ende des englischen Hexengesetzes |
| 1962 | Das Esalen-Institut in Kalifornien: Meditation, Körperarbeit, Psychologie; der Vorlauf des New Age | Institutsgeschichte |
| um 1970 | New Age wird zur Bewegung; Steine, Räucherwerk, Tarot und Kurse kommen in die Läden; zur selben Zeit prägt der Arzt Gottfried Hertzka den Begriff „Hildegard-Medizin“ | Zeitgeschichte; Hertzkas erstes Buch 1970 |
| 1992 bis 2001 | Esoterik wird Universitätsfach: Faivres vier Merkmale, Abteilung in Halle, Lehrstuhl in Amsterdam, Fachzeitschrift Aries | Universitäten, Verlag Brill |
| heute | Räuchern, Steine, Kerzen und Öle stehen in Läden wie unserem, und das Wissen darüber wird am Ladentisch weitergegeben | du liest gerade eine Seite davon |
Nach Wikipedia (Esoterik, Corpus Hermeticum, Kabbala, Theosophische Gesellschaft, Spiritismus, Anthroposophische Gesellschaft, Esalen), DWDS und der Fachliteratur; Stand September 2026.
Was in unserem Laden davon steckt: Räuchern, Steine, Kräuter, Kerzen
Nimmt man die vier Merkmale der Forschung, findet man sie in jedem Regal wieder. Das Räuchern ist die älteste Zeremonie, die wir kennen: Aus dem römischen Kult übernahm die Kirche den Weihrauch für den Gottesdienst, und das Wort selbst, althochdeutsch wîhrouch, heißt „heiliges Räucherwerk“. In den Häusern räucherte man mit Wacholder, Beifuß und Harzen aus dem Wald, in den Rauhnächten, bei Krankheit, beim Einzug. Die Kräuterweihe am 15. August, bei der Büschel aus sieben bis 77 Kräutern gesegnet werden, ist vorchristlich, wurde um 745 verboten und dann von der Kirche übernommen; sie zeigt, wie eng Volksglaube und Kirche am Niederrhein seit jeher zusammengehören. Die Steinkunde, wie sie heute in den Büchern steht, ist in dieser Form jünger: Sie kam mit dem New Age in die Läden, auch wenn Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert Steine in Wein und Wasser legte und die Alten aus Amethystbechern tranken. Und die Kerze mit Absicht, die heute Manifestationskerze heißt, ist die Enkelin der geweihten Wetterkerze und der Votivkerze in der Kirche.
Warum das Wort Esoterik heute einen schweren Stand hat
Das Wort hat einen schlechten Ruf, und ganz aus der Luft gegriffen ist der nicht. Der Esoterikmarkt in Deutschland ist groß und wächst seit Jahrzehnten, mit Büchern, Kursen, Seminaren und Läden wie unserem. Wo viel Geld im Spiel ist, gibt es auch Anbieter, die mehr versprechen, als sie halten können: Wundermittel zu hohen Preisen, Kurse, die alles in Aussicht stellen, dubiose Dienstleistungen, die niemandem etwas bringen außer dem, der sie verkauft. Solche Angebote haben dem Wort in den letzten Jahrzehnten am meisten geschadet. Dazu kommt die Kritik der Skeptiker: Vereine wie die GWUP prüfen esoterische Behauptungen mit den Mitteln der Wissenschaft, und das ist ihr gutes Recht. Wer mit Steinen, Räucherwerk oder Kerzen arbeitet, muss sich davor nicht fürchten. Er sollte nur wissen, was Überlieferung ist und was Messung.
Und dann gibt es die andere Seite. Viele Menschen suchen heute Sinn, Ritual und Ruhe, manche in ihrer Religion, manche daneben, manche ganz ohne. Ein Teil der Deutschen nennt sich spirituell, aber nicht religiös, und diese Gruppe wächst. Rituale tun gut; die Forschung an Trauernden zeigt, dass ein Ritual das Gefühl zurückgibt, etwas tun zu können. Und die Erfahrungsheilkunde, die Kräuter, Öle, Steine und Räucherwerk über Jahrhunderte weitergegeben hat, ist die Großmutter der heutigen Medizin. Esoterik im besten Sinn ist genau das: alte Wege, die Menschen helfen, bei sich anzukommen. Dass das Wort für vieles herhalten muss, was damit wenig zu tun hat, ändert daran nichts.
Esoterik heißt innerlich. Was du innen anfängst, ist deine Sache. Wir haben die Werkzeuge dafür.
Was wir im Laden darunter verstehen
Spirit of Gaia ist ein Laden am Glockhammer in Neuss und ein Onlineshop. Wir führen Räucherwerk und Räuchergefäße, Steine und Wassersteine, Kupfergefäße und Kupferschmuck, Stabkerzen und Ritualkerzen, ätherische Öle, Pendel, Klangschalen, Yogamatten. Wer das Esoterik nennt, hat recht, und wer lieber moderne Spiritualität, Ritualbedarf oder einfach schöne Dinge sagt, auch. Für uns sind es Werkzeuge: Dinge, die ein bisschen mehr Lebensfreude, Achtsamkeit und Spiritualität in den Alltag bringen sollen. Eine Räucherschale macht aus einem Abend ein Ritual, eine Karaffe mit Steinen aus einem Glas Wasser einen Anfang, eine Kerze aus einem Gedanken einen Vorsatz. Wir erklären, bevor wir verkaufen. Jeder Stein hat bei uns seine Mineralogie und seine Überlieferung, jedes Räucherwerk seine Herkunft und seine Anleitung, jede Kerze ihre Farbe und ihre Sicherheitsregel. Was du damit anfängst, gehört dir.
Der Laden soll ein Ort sein, an dem man ankommt: für Austausch, für Fragen, für einen Moment Ruhe vor dem lauten Draußen. Was er nie sein soll, ist ein Ort für Dogmen oder Missionierung. Es gibt tausend Wahrheiten, und unsere Kundinnen und Kunden kommen mit sehr verschiedenen davon zu uns: aus der Kirchengemeinde, aus dem Yogastudio, aus dem Hexenzirkel, ohne jeden Glauben oder einfach, weil sie den Duft von Weihrauch mögen. Alle sind willkommen, und keine dieser Wahrheiten steht bei uns über der anderen. Wir sind nichts Besseres. Wir sind eine Sammlung von allem, was Menschen über Jahrhunderte geholfen hat, bei sich zu bleiben.
Der Niederrhein hat uns dabei Vorbilder. Die Reliquien des heiligen Quirinus kamen um 1050 nach Neuss, das Münster wurde 1209 begonnen und war im Mittelalter ein Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus ganz Europa kamen; Kevelaer zieht seit 1642 jedes Jahr Hunderttausende an; im Kloster Knechtsteden wird seit 1130 gebetet; und am 15. August bringen die Menschen ihre Kräuterbüschel zur Weihe. Räuchern, Kräuter, Kerzen und die Suche nach etwas, das größer ist als der Alltag, gehören hier seit tausend Jahren zusammen. Wir stehen in dieser Reihe, mit einem kleinen Laden in einer alten Stadt.
Symbole, die dir bei uns begegnen, und was sie bedeuten
Auf Räuchergefäßen, Kerzen und Schmuck stehen Zeichen, nach denen im Laden oft gefragt wird. Hier die wichtigsten, mit Herkunft und dem, was ihnen zugeschrieben wird.
| Zeichen | Woher es kommt | Was ihm zugeschrieben wird | Bei uns |
|---|---|---|---|
| Blume des Lebens | ein Muster aus überlappenden Kreisen, in Tempeln und Kirchen vom alten Assyrien bis zur Renaissance; der Name ist jung, aus dem New Age | Ordnung, Zusammenhang, das Muster hinter allem | Räuchergefäß Blume des Lebens, Kupferbecher |
| Baum des Lebens, Yggdrasil | der Weltenbaum der nordischen Mythologie, der Lebensbaum der Kabbala und vieler Kulturen | Verwurzelung, Wachstum, Verbindung von Erde und Himmel | Netz-Räuchergefäß Yggdrasil, Kupferbecher Baum des Lebens |
| Pentagramm | der fünfzackige Stern, bei den Pythagoreern Zeichen der Gesundheit, im Mittelalter Schutzzeichen an Türen, im Hexentum Zeichen der fünf Elemente | Schutz, die vier Elemente und der Geist | Räuchergefäß Pentagramm, Hexenkessel Pentagramm |
| Triquetra | der dreifache Knoten aus keltischer und frühchristlicher Kunst, auf irischen Handschriften und Steinen | Dreiheit: Erde, Wasser, Himmel oder Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft | Hexenkessel Triquetra |
| Sonne und Mond | die ältesten Zeichen überhaupt, in jeder Kultur | Tag und Nacht, das Männliche und Weibliche, Bewusstes und Verborgenes | Hexenkessel Sonne und Mond, Stabkerzen Gold und Silber |
| Die sieben Chakren | Energiezentren aus der indischen Yogalehre; die Regenbogenfarben dazu stammen aus dem Westen, von Charles Leadbeater 1927 | Wurzel, Sakral, Solarplexus, Herz, Hals, Stirn, Krone | Chakra-Kerzen, Chakra-Räuchermischungen |
| Om | die heilige Silbe des Hinduismus und Buddhismus | der Urklang, Anfang und Ende | Klangschalen und Yogamatten in der Kollektion Meditation und Yoga |
| Runen | die Schriftzeichen der Germanen, vom 2. bis ins 12. Jahrhundert in Holz, Stein und Metall geritzt; seit dem 20. Jahrhundert auch als Orakel gezogen | je Zeichen eine Bedeutung: Schutz, Reise, Ernte, Kraft | als Orakel und als Schrift; dazu beraten wir im Laden |
Nach Wikipedia (Blume des Lebens, Pentagramm, Triquetra, Chakra, Runen); Stand September 2026.
Esoterik oder moderne Spiritualität für Anfänger: womit man beginnt
Wer neu ist, muss nicht alles auf einmal. Fünf Wege, je mit dem Ratgeber, der alles erklärt, und dem, was man dafür braucht.
| Wenn du | Fang an mit | Der Ratgeber dazu | Was du brauchst |
|---|---|---|---|
| einen Raum klären willst, nach Streit, Umzug oder Krankheit | Räuchern mit Weißem Salbei oder Weihrauch | Räuchern lernen | Räuchersand, Kohle, ein Harz oder ein Bündel |
| morgens ein Ritual suchst, das nichts kostet als Zeit | Wassersteine in der Karaffe oder Kupferwasser | Wassersteine, Kupfer und Tamra Jal | Grundmischung oder eine Kupferflasche |
| eine Absicht festhalten willst | eine Stabkerze in der passenden Farbe, mit Öl und Kräutern | Ritualkerzen gestalten | Stabkerze Weiß, ein Öl, eine Prise Kräuter |
| den Winter bewusst begehen willst | die zwölf Rauhnächte mit Kalender und Räucherwerk | Rauhnächte | das Rauhnacht-Ritualset |
| es leise magst, ohne Rauch | ätherische Öle in der Duftlampe | Ätherische Öle | Lavendel und eine Aromalampe |
Was Kunden bei uns im Laden fragen
„Seid ihr ein Esoterikladen?“ Wenn du damit einen Laden meinst, in dem es Räucherwerk, Steine, Kerzen, Öle und Kupfer gibt, Werkzeuge, um seine Spiritualität zu leben: ja. Wenn du einen Laden meinst, in dem dir Unwahrheiten oder unbelegte Dinge versprochen und verkauft werden: nein.
„Muss ich daran glauben, damit es wirkt?“ Du musst gar nichts. Die Kerze brennt, der Rauch steigt, das Wasser steht in der Karaffe, ob du glaubst oder nicht. Was es für dich bedeutet, entscheidest du. Die meisten, die bei uns anfangen, fangen mit der Neugier an, nicht mit dem Glauben.
„Ist das nicht alles Humbug?“ Manches, was unter dem Wort verkauft wird, ja, und wir sagen dir, was. Das Räuchern der Rauhnächte, die Kräuterweihe, die Kerze für einen Menschen, der fehlt, die Ölmassage nach ayurvedischer Art: Das sind Dinge, die Menschen seit Jahrhunderten guttun, und dafür braucht es keinen Humbug und keine Beweise, nur einen ruhigen Abend.
Was wir nicht versprechen
Häufige Fragen zur Esoterik
Was bedeutet Esoterik?
Vom griechischen esoterikós, „innerlich“. Ursprünglich Lehren für den inneren Kreis einer Schule, heute ein Sammelbegriff für spirituelle Traditionen, die von einer verborgenen Seite der Welt ausgehen: Astrologie, Alchemie, Kabbala, Steinkunde, Räuchern, Pendeln, Kartenlegen. Eine feste Definition gibt es nicht.
Was heißt esoterisch?
Zweierlei. In der Philosophie: für Eingeweihte bestimmt, das Gegenteil von exoterisch, allgemein verständlich. Im Alltag seit dem 20. Jahrhundert auch: weltfremd, versponnen. Welche Bedeutung gemeint ist, hört man am Tonfall.
Ist Esoterik eine Religion?
Nein. Religionen haben Schriften, Gemeinschaften, Feste und Ämter. Esoterik ist ein Sammelbegriff für Weltanschauungen und Praktiken, in denen die persönliche Erfahrung im Mittelpunkt steht. Viele Menschen verbinden beides: Sie gehören einer Religion an und räuchern, meditieren oder legen Karten.
Was ist der Unterschied zwischen Esoterik und Spiritualität?
Spiritualität meint die persönliche Suche nach Sinn und Verbundenheit, ohne festen Inhalt. Esoterik meint die Traditionen und Praktiken, mit denen man diese Suche gestaltet. Spirituell, aber nicht religiös: So beschreiben sich heute viele Menschen in Deutschland.
Gibt es einen Esoterikladen in Neuss?
Ja, uns: Spirit of Gaia am Glockhammer in der Neusser Innenstadt, mit Räucherwerk, Steinen, Kupfer, Kerzen, Ölen, Pendeln und Beratung. Öffnungszeiten und Anfahrt stehen auf der Seite Unser Laden in Neuss; den Onlineshop gibt es für alle, die nicht am Niederrhein wohnen.
Was gibt es in einem Esoterik-Shop?
Meist Räucherwerk und Räuchergefäße, Edelsteine und Trommelsteine, Kerzen, ätherische Öle, Pendel, Klangschalen, Karten, Bücher und Schmuck mit Symbolen. Bei uns kommen Kupfergefäße, Wassersteine und Ritualkerzen dazu. Online findest du alles davon in den Kollektionen unten auf dieser Seite, im Laden darfst du es anfassen und riechen.
Was gehört alles zur Esoterik?
Astrologie und Horoskope, Tarot und Kartenlegen, Steinkunde, Räuchern, Pendeln, Meditation, Yoga in seiner spirituellen Form, Engel- und Chakrenlehre, Alchemie, Kabbala, Hermetik, Naturheilkunde in Teilen, Wicca und Neuheidentum. Die Grenzen sind fließend, und nicht jeder, der meditiert, würde sich Esoteriker nennen.
Wie fängt man mit Esoterik an?
Am besten mit einer Sache. Räuchern, wenn ein Raum sich schwer anfühlt; eine Karaffe mit Wassersteinen, wenn du ein Morgenritual suchst; eine Kerze, wenn du eine Absicht festhalten willst. Die Tabelle oben zeigt fünf Wege mit dem passenden Ratgeber.
Ist Esoterik gefährlich?
Räucherwerk, Steine, Kerzen und Öle sind es nicht, wenn du mit Feuer und Ölen sorgsam umgehst; die Sicherheitshinweise stehen in jedem unserer Ratgeber. Aufpassen solltest du, wie überall, wenn es um viel Geld geht: Wer dir gegen Bezahlung Wunder in Aussicht stellt, dem gehst du besser aus dem Weg. Nimm die Dinge als das, was sie sind, dann bist du auf der sicheren Seite.
Was sind die vier Merkmale der Esoterik nach Faivre?
Entsprechungen zwischen allen Teilen der Welt („wie oben, so unten“), die lebendige, beseelte Natur, die Vorstellungskraft als Erkenntnisweg mit Symbolen und Mittlern, und die Wandlung von Stoff und Mensch. Der Historiker Antoine Faivre hat sie 1992 beschrieben.
Was ist ein gutes Buch über Esoterik?
Zum Verstehen: Kocku von Stuckrad, „Was ist Esoterik?“, und Antoine Faivre, „Esoterik im Überblick“. Zum Anwenden: die Räucherbücher von Susanne Fischer-Rizzi und die Steinbücher von Michael Gienger, gelesen als Überlieferung. Beide Sorten stehen bei uns im Laden nebeneinander.
Welche Symbole sind in der Esoterik verbreitet?
Blume des Lebens, Lebensbaum, Pentagramm, Triquetra, Sonne und Mond, Om, die sieben Chakren und die Runen. Die Tabelle oben erklärt Herkunft und Zuschreibung.


