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Wassersteine: Edelsteinwasser ansetzen, die richtigen Steine wählen, pflegen

Eine Glaskaraffe, eine Handvoll Steine, kaltes Wasser und ein paar Stunden Geduld. So einfach ist Edelsteinwasser, und so leicht macht man es falsch. Auf dieser Seite steht, welche Steine ins Wasser dürfen und welche auf keinen Fall, wie du das Wasser ansetzt, wie lange es hält, wie du die Steine reinigst, und was die Überlieferung den einzelnen Steinen nachsagt. Mit der Sortenliste, die im Laden am häufigsten gebraucht wird.

Von Brenda Dahmen, Spirit of Gaia · Stand: September 2026 · Lesezeit etwa 15 Minuten

Glaskaraffe mit Wasser und rohen Bergkristall-, Rosenquarz- und Amethyststeinen am Boden, daneben ein gefülltes Glas

Was sind Wassersteine?

Wassersteine sind naturbelassene Rohsteine, die einige Stunden im Trinkwasser liegen, bevor man es trinkt. Das Ergebnis heißt Edelsteinwasser. Die meisten Wassersteine dürfen direkt ins Glas, allen voran die Quarze: Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst, hart, stabil, ungiftig. Nur wenige Steine bleiben draußen, weil sie sich auflösen oder Metalle abgeben; für sie gibt es das Glasröhrchen. Unsere Wassersteine sind auf diese Frage hin ausgewählt.

Wo fängst du an?

Welche Steine dürfen ins Wasser, und welche nicht?

Die gute Nachricht zuerst: Fast alle Steine, die als Wassersteine verkauft werden, dürfen direkt ins Wasser. Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst, Aventurin, Roter Jaspis, Karneol und Chalcedon gehören zur Quarzfamilie, Mohshärte 7, sie lösen sich in Wasser praktisch nicht und enthalten nichts, was nicht ins Glas gehört. Auch Fluorit, Orangencalcit, Magnesit, Sodalith, Tigerauge, Aquamarin, Mondstein, Turmalin, Chrysopras und getrommelter Obsidian liegen bei uns direkt in der Karaffe; alle Steine unserer Mischungen sind so ausgewählt. Die einzige Regel für alle: naturbelassen, ungefärbt, nicht geölt und nicht gewachst.

Eine Kleinigkeit zu den Splittern. Manche Steine, etwa Fluorit, Mondstein oder Obsidian, können mit der Zeit eine feine Kante oder einen kleinen Splitter verlieren. Gefährlich ist das nicht, es braucht nur einen Handgriff: Wenn du die Steine vor dem Ansetzen abspülst, fährst du einmal mit dem Finger darüber und sortierst aus, was scharfkantig geworden ist. Wer die Steine getrommelt kauft, hat damit ohnehin selten zu tun.

Für zwei Gruppen nehmen wir das Glasröhrchen, also die indirekte Methode, bei der die Steine im Wasser stehen, ohne es zu berühren. Erstens für Steine, die Stoffe abgeben, die nicht ins Trinkwasser gehören: Malachit, Azurit und Chrysokoll bestehen zu einem großen Teil aus Kupfer, Türkis und Lapislazuli sind kupfer- und pyrithaltig und meist behandelt, Pyrit und Markasit werden im Wasser langsam zu Eisensulfat, Hämatit, Magnetit und Moqui-Kugeln rosten, und Amazonit verdankt seine Farbe Blei. Zweitens für Steine, die sich im Wasser auflösen: Selenit ist Gips und löst sich mit über zwei Gramm je Liter, Halit ist einfach Salz. Beide sind wunderbare Steine, nur eben nicht im Wasser. Im Röhrchen kannst du mit allen diesen Steinen arbeiten, und genau dafür ist es gemacht.

Und dann gibt es Steine, die gar nicht sind, was sie zu sein scheinen. Gefärbter Magnesit oder Howlith, oft als Türkis-Ersatz verkauft, ist porös, nimmt Farbe auf und gibt sie im Wasser wieder ab. Bunte Achate in Blau, Pink oder Violett sind mit Chemikalien gefärbt und oft vorher gebrannt. Goldfluss, Blaufluss und Opalith sind Glas. Ein großer Teil des Citrins im Handel ist erhitzter Amethyst, das ist unbedenklich, gehört aber gesagt. Gefärbte, geölte, gewachste und stabilisierte Steine bleiben deshalb ganz draußen, auch aus dem Röhrchen. Deshalb steht bei uns an jedem Stein, ob er naturbelassen ist.

Die Sortenliste zum Filtern

Die Steine, nach denen im Laden am häufigsten gefragt wird. Tippe auf einen Knopf, um nur eine Gruppe zu sehen: direkt ins Wasser, ins Glasröhrchen oder gar nicht.

SteinWas er istIns Wasser?Hinweis
Bergkristall Quarz, Mohshärte 7Jahart, unlöslich, ungiftig; der Grundstein jeder Mischung
Rosenquarz Quarz, Mohshärte 7Jawie Bergkristall; nicht in die Sonne, die Farbe bleicht
Amethyst Quarz mit Eisen, Mohshärte 7Jawie Bergkristall; bleicht in der Sonne aus
Aventurin Quarz mit Glimmer, Mohshärte 6,5 bis 7Jastabil, in allen Mischungen brauchbar
RauchquarzQuarz, Mohshärte 7Jastabil; auf naturbelassene Ware achten
Roter JaspisQuarz mit Eisenoxid, Mohshärte 7Jastabil, dicht, ungiftig
Karneol Chalcedon, Mohshärte 7Ja, wenn ungebranntHandelsware ist oft gebrannt oder gefärbt
OrangencalcitCalciumcarbonat, Mohshärte 3Jaweich; hebt den pH-Wert des Wassers leicht an, das Wasser wirkt weicher
FluoritCalciumfluorid, Mohshärte 4Jaunlöslich; beim Abspülen auf Splitter prüfen
MagnesitMagnesiumcarbonat, Mohshärte 4Ja, nur ungefärbtweich, aber unbedenklich; gefärbte Ware bleibt draußen
SodalithSilikat, Mohshärte 5,5 bis 6Jaim Fachhandel als Wasserstein geführt
Tigerauge Quarz, Mohshärte 7Jadie Fasern sind vollständig in Quarz umgewandelt, im Wasser stabil
AquamarinBeryll, Mohshärte 7,5 bis 8Jahart und stabil; nicht in die Sonne
Mondstein Feldspat, Mohshärte 6Jabeim Abspülen auf Splitter prüfen
Obsidian vulkanisches Glas, Mohshärte 5 bis 5,5Ja, getrommeltnur ohne scharfe Kanten
Turmalin Borsilikat, Mohshärte 7 bis 7,5Jahart und stabil
ChrysoprasChalcedon mit Nickel, Mohshärte 7JaNickel bleibt im Stein gebunden; Nickelallergiker nehmen das Röhrchen
Selenit Gips, Mohshärte 2Im Glasröhrchenlöst sich auf, 2,1 Gramm je Liter
HalitSteinsalzIm Glasröhrchenlöst sich auf
HämatitEisenoxidIm Glasröhrchenrostet, läuft an
MagnetitEisenoxidIm Glasröhrchenrostet
Moqui-KugelnEisenoxid-HülleIm Glasröhrchenrosten
Pyrit, Markasit EisensulfidIm Glasröhrchenwird im Wasser zu Eisensulfat
MalachitKupfercarbonat, 57 Prozent KupferIm Glasröhrchengibt Kupfer ab
AzuritKupfercarbonatIm Glasröhrchengibt Kupfer ab
ChrysokollKupfersilikatIm Glasröhrchenweich, porös, kupferhaltig
TürkisKupfer-Aluminium-PhosphatIm Glasröhrchenporös, meist stabilisiert, kupferhaltig
LapislazuliGestein mit PyritIm Glasröhrchenwasserempfindlich, enthält Pyrit, wird geölt
AmazonitFeldspat, Mohshärte 6Im Glasröhrchenbleihaltig
Gefärbter Magnesit, gefärbter Howlithporöser Stein, oft als Türkis-ErsatzNeingibt Farbe ins Wasser ab
Gefärbter Achat (blau, pink, violett)Chalcedon, mit Chemikalien gefärbt, oft vorher gebranntNeinFarbe kann ins Wasser übergehen; naturbelassener Achat ist ein Chalcedon und darf hinein
Goldfluss, Blaufluss, OpalithKunstglasNeinkein Stein
Geölte, gewachste, stabilisierte Steinebehandelte WareNeindie Behandlung geht ins Wasser über

Mineralogische Angaben nach Wikipedia, mindat und steine-und-minerale.de; Stand September 2026.

Skizze: drei Quarze im Wasserglas, daneben Malachit, Pyrit, Selenit und Türkis außerhalb des Glases
Links die Quarze im Glas. Rechts die Steine, die ins Glasröhrchen gehören: Malachit, Pyrit, Selenit, Türkis.

Naturbelassen, ungefärbt, abgespült: dann darf fast jeder Stein direkt ins Glas. Für den Rest gibt es das Röhrchen.

Edelsteinwasser ansetzen: Schritt für Schritt

Die direkte Methode, mit den Steinen im Wasser. Du brauchst eine Glaskaraffe, stilles Wasser und eine Wassersteinmischung, zum Beispiel die Grundmischung aus Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst.

Zwei Hände halten eine Handvoll roher Quarzsteine unter fließendes Wasser
Erst abspülen, dann einlegen. Ohne Seife.
  1. Prüfe die Steine: naturbelassen, ungefärbt, ohne Öl und Wachs, und keiner aus der Röhrchen-Gruppe. Bei Zweifeln fragst du uns.
  2. Spüle die Steine unter fließendem, lauwarmem Wasser ab, ohne Seife, und fahre dabei einmal mit dem Finger darüber: Was scharfkantig oder splittrig geworden ist, kommt raus. Neue Quarze kochst du einmal kurz ab; weichere Steine wie Calcit und Fluorit nur abspülen.
  3. Lege die Steine in eine saubere Glaskaraffe. Eine kleine Handvoll auf einen Liter reicht, lieber mehrere kleine Steine als ein großer.
  4. Fülle mit kühlem, stillem Leitungswasser auf. Sprudel senkt den pH-Wert und ist hier fehl am Platz.
  5. Stelle die Karaffe kühl und dunkel ab und lass sie zwei bis acht Stunden stehen, gern über Nacht. Nicht in die Sonne: Amethyst und Rosenquarz bleichen aus, und Wärme lässt Keime wachsen.
  6. Trinke das Wasser innerhalb eines Tages. Karaffe ausspülen, Steine abspülen, neu ansetzen.
Skizze in vier Schritten: Steine abspülen, in die Karaffe legen, Wasser auffüllen, im Schatten stehen lassen
Abspülen, einlegen, auffüllen, warten. Vier Schritte, eine Karaffe.

Die indirekte Methode: Steine im Glasröhrchen

Bei der indirekten Methode liegen die Steine nicht im Wasser, sondern in einem geschlossenen Glasröhrchen, einer Phiole oder einem Edelsteinstab, und das Röhrchen steht in der Karaffe. Der Stein ist zu sehen, das Wasser berührt ihn nicht. So arbeitest du mit den Steinen, die nicht direkt ins Wasser dürfen: mit Malachit, Azurit, Pyrit, Türkis, Lapislazuli oder Hämatit, die Stoffe abgeben würden, und mit Selenit und Halit, die sich im Wasser auflösen. In der Steinheilkunde gilt, dass ein Stein seine Qualität auch durch das Glas hindurch an das Wasser weitergibt; wer mit Malachit oder Selenit arbeiten möchte, tut es deshalb im Röhrchen, und viele legen sich für die Karaffe eine kleine Sammlung an, die sie nach Tag und Stimmung wechseln.

Auch für alle anderen Steine hat das Röhrchen seine Freunde: Es hält die Karaffe sauber, weil das Wasser nur Glas berührt, es lässt sich in Sekunden austauschen, und mit Kindern im Haus ist es die entspannte Lösung. Zwei Wege, dasselbe Ritual. Welchen du nimmst, ist Geschmackssache.

Ein geschlossenes Glasröhrchen mit Quarzsteinen steht in einer Glaskaraffe mit Wasser
Die indirekte Methode: Steine im Röhrchen, Röhrchen in der Karaffe.

Wie lange Edelsteinwasser hält und was die Karaffe braucht

Das größte Risiko beim Edelsteinwasser ist die Zeit. Rohsteine haben eine zerklüftete Oberfläche, in der sich Keime festsetzen; Wasser bei Raumtemperatur tut das Übrige. Deshalb diese Regeln.

WasWie oftWarum
Wasser trinkeninnerhalb von 24 Stunden, im Sommer eher schnellerstehendes Wasser bei Raumtemperatur verkeimt; nach einem Tag können Grenzwerte überschritten sein
Karaffe ausspülennach jeder FüllungReste und Kalk bilden den Boden für den nächsten Belag
Karaffe gründlich reinigenzweimal die WocheBiofilm haftet auch am Glas
Karaffe auskochen oder mit hochprozentigem Alkohol ausspüleneinmal die Wochenur so geht ein Biofilm weg; Ausspülen allein reicht nicht
Steine abspülennach jeder FüllungRückstände lösen
Steine abkochenalle paar Wochennur bei Quarzen; gefärbte, stabilisierte und rissige Steine vertragen das nicht
Standortkühl und dunkelSonne bleicht Amethyst und Rosenquarz, Wärme lässt Algen und Keime wachsen

Was die Überlieferung den Wassersteinen nachsagt

Die älteste Geschichte zum Thema handelt vom Amethyst. Sein Name kommt aus dem Griechischen und heißt „nicht betrunken“; in der Antike trank man aus Amethystbechern, um einen klaren Kopf zu behalten, und Plinius der Ältere hat den Brauch schon im ersten Jahrhundert beschrieben. So alt ist die Idee, dass ein Stein im Becher etwas mit dem Wasser macht.

Hildegard von Bingen hat im 12. Jahrhundert in ihrer Physica ein ganzes Buch über Steine geschrieben. Sie legte Steine in Wein oder Bier und erhitzte sie, sie rieb sie zu Pulver in Speisen, und sie beschrieb, wie man Amethyst tagelang in kaltes Wasser legt. Das ist die Wurzel dessen, was heute Edelsteinwasser heißt: der Gedanke, dass ein Stein im Wasser das Wasser zu etwas Besonderem macht, und dass man dafür Zeit braucht, Ruhe und ein sauberes Gefäß.

Im indischen Ayurveda gibt es eine eigene, viel aufwendigere Linie: Steine wurden dort gereinigt, geglüht und zu feinem Pulver verascht, ein Prozess mit vielen Schritten, der in die Hände von Ärztinnen und Ärzten gehört. Der Stein in der Karaffe ist die einfache, häusliche Schwester dieser Tradition.

Die moderne Steinheilkunde, im deutschen Sprachraum vor allem durch Michael Gienger seit den neunziger Jahren geprägt, hat jedem Stein eine Zuschreibung gegeben. Wir geben sie im Steckbrief weiter, als das, was sie ist: Erfahrung, weitergegeben von Menschen, die mit Steinen leben. Bergkristall steht für Klarheit, Rosenquarz für Zuneigung, Amethyst für Ruhe, Aventurin für Gelassenheit, Roter Jaspis für Standfestigkeit, Karneol für Mut. Was daraus für dich wird, entscheidest du am Tisch mit der Karaffe. Und die drei Steine der klassischen Grundmischung, Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst, sind zugleich die mineralogisch besten Wassersteine überhaupt: alle drei Quarze, alle drei stabil. Die Tradition hat hier gut gewählt.

Heilsteine, Wassersteine und die sogenannte Erfahrungsmedizin

Wer nach Heilsteinen oder Wassersteinen sucht, stößt auf zwei Welten. Die eine arbeitet mit Studien, Messwerten und Vergleichsgruppen. Die andere ist die Erfahrungsmedizin: Wissen, das aus Beobachtung, Überlieferung und persönlicher Erfahrung gewachsen ist, von Hildegard von Bingen über die Volksheilkunde bis zu den Steinbüchern von heute. Dazu zählen auch das Räuchern, das Kupferwasser im Ayurveda und vieles aus der Kräuterkunde. Die Steinheilkunde gehört in diese zweite Welt, und in ihrer Sprache geben wir die Zuschreibungen weiter.

Was ein Stein im Wasser für dich bedeutet, zeigt sich am Tisch: in der Ruhe, mit der du die Karaffe morgens ansetzt, in dem Moment, in dem du den Stein aussuchst, der heute passt, und in der Gewohnheit, mehr Wasser zu trinken, weil eine schöne Karaffe da steht. Viele unserer Kundinnen und Kunden erzählen, dass das ihr Tag geworden ist. Bergkristall für Klarheit, Rosenquarz für Zuneigung, Amethyst für Ruhe: So steht es im Steckbrief, und so wird es seit Generationen weitergegeben.

Steine reinigen, entladen, aufladen

Zwei Ebenen, die zusammengehören. Die sachliche Reinigung: Steine, die im Trinkwasser liegen, werden nach jeder Füllung abgespült und Quarze alle paar Wochen kurz abgekocht. Kalkränder gehen mit etwas Zitronensäure weg. Schmuck an Faden oder Gummizug wird nie lange gewässert, der Faden fault. Amethyst, Rosenquarz, Aquamarin und Labradorit stehen nicht in der prallen Mittagssonne, sie verlieren Farbe.

Das Entladen. In der Steinheilkunde nimmt ein Stein auf, was um ihn herum geschieht, und gibt es beim Entladen wieder ab. Der klassische Weg ist fließendes Wasser: Die Steine eine Minute unter den Hahn oder in einen Bach halten, dabei mit den Fingern abreiben und in Gedanken loslassen, was der Stein tragen musste. Wer es gründlicher mag, legt die Steine über Nacht auf eine Schale mit Hämatit-Trommelsteinen, die als die großen Entlader gelten, oder für einen Tag in eine Schale mit trockener Erde. Salz ist die alte Bauernmethode, aber Salzwasser dringt in feine Risse und lässt manche Steine verblassen; wer Salz mag, stellt die Schale mit den Steinen in eine größere Schale mit Salz, ohne Kontakt. Wassersteine, die täglich in der Karaffe liegen, werden ohnehin bei jedem Abspülen entladen, und viele machen daraus einen kleinen Moment am Morgen.

Das Aufladen. Nach dem Entladen bekommt der Stein neue Kraft. Am beliebtesten ist das Mondlicht: die Steine in der Vollmondnacht auf die Fensterbank oder in den Garten legen, am besten in einer Glasschale, und am Morgen wieder hereinholen. Mondlicht bleicht keinen Stein aus, deshalb ist es für alle geeignet. Die zweite Möglichkeit ist der Bergkristall: Eine Bergkristallgruppe oder eine Amethystdruse gilt als Ladestation, auf die man die Steine für einige Stunden legt. Wer die Sonne nimmt, nimmt die Morgensonne, eine Stunde, nicht länger. Und ein Schritt, den viele dazunehmen: die Steine kurz in beide Hände nehmen, sie anräuchern, etwa mit Weißem Salbei oder Palo Santo, und ihnen sagen, wofür sie in der Karaffe stehen sollen. Das klingt nach mehr Aufwand, als es ist; es sind zwei Minuten, und sie machen aus der Karaffe ein Ritual.

Die Karaffe. Auch sie darf entladen werden: heiß ausspülen, an der Luft trocknen, und beim ersten Ansetzen nach dem Reinigen einmal bewusst hinschauen, welche Steine heute hineinkommen.

Unsere Mischungen und was in ihnen steckt

Alle Mischungen bestehen aus naturbelassenen Rohsteinen, abgestimmt auf die Karaffe. Alle Steine darin dürfen direkt ins Wasser. Die Zuschreibungen in der dritten Spalte sind Überlieferung.

MischungSteineÜberlieferungHinweis
Grundmischung Bergkristall, Rosenquarz, AmethystKlarheit, Zuneigung, Ruhe: der Klassiker, der eine Bergquelle nachahmen sollalle drei Quarze; die sicherste Mischung für den Anfang
Entspannung Amethyst, Rosenquarz, AventurinRuhe und Gelassenheitalle drei Quarze
Liebe und Zuneigung Rosenquarz, Jaspis, KarneolZuneigung, Standfestigkeit, Mutalle drei Quarze; Karneol naturbelassen
Kraft und Mut Aventurin, Orangencalcit, BergkristallGelassenheit, Wärme, Klarheitalle drei direkt ins Wasser; der Calcit lässt das Wasser etwas weicher schmecken
Guter Schlaf Fluorit, Rosenquarz, OrangencalcitOrdnung und Ruhealle drei direkt ins Wasser; Fluorit beim Abspülen auf Splitter prüfen
Fit und Schlank Magnesit, Roter Jaspis, BergkristallLoslassen, Standfestigkeit, KlarheitMagnesit ungefärbt; ein Name aus früheren Jahren, der nur den Namen meint

Acht Wassersteine im Steckbrief

Mineralogie und Überlieferung, beides im Steckbrief. Alle acht liegen bei uns im Laden und in unseren Mischungen.

Roter Jaspis

Mineral
Quarz mit Eisenoxid
Mohshärte
7
Farbe
ziegelrot bis braunrot
Fundorte
Indien, Südafrika, Brasilien
Ins Wasser
ja
Überlieferung
Kraft, Ausdauer, Erdung
Im Shop:

Magnesit

Mineral
Magnesiumcarbonat
Mohshärte
3,5 bis 4,5
Farbe
weiß mit grauen Adern
Fundorte
Brasilien, Österreich, Australien
Ins Wasser
ja, nur ungefärbt
Überlieferung
Entspannung, Loslassen
Im Shop:

Orangencalcit

Mineral
Calciumcarbonat
Mohshärte
3
Farbe
orange, hell bis honigfarben
Fundorte
Mexiko, Brasilien
Ins Wasser
ja; nur abspülen, nicht abkochen
Überlieferung
Wärme, Lebensfreude, Zuversicht
Im Shop:

Alles für den Start

Vier Dinge, mit denen im Laden die meisten anfangen, mit je einem Satz, warum genau diese.

Was Kunden bei uns im Laden fragen

Blick durch den Laden Spirit of Gaia mit den Schubladenschränken

„Kann ich meine Trommelsteine von zu Hause nehmen?“ Wenn du sicher weißt, was es ist: Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst, ja. Bei allem anderen schauen wir uns den Stein gern gemeinsam an. Ein glänzender, bunter Trommelstein aus dem Souvenirladen ist oft gefärbt oder gewachst, und der bleibt draußen.

„Merkt man einen Unterschied im Geschmack?“ Bei Quarzen kaum. Wer einen leichten Unterschied schmeckt, schmeckt meistens die kühlere Temperatur und das Glas. Bei Calcit kann das Wasser etwas weicher wirken, weil der Stein den pH-Wert leicht anhebt.

„Wie oft muss ich die Steine tauschen?“ Gar nicht, wenn du sie pflegst. Ein Quarz nutzt sich in der Karaffe nicht ab. Was er braucht, ist Abspülen nach jeder Füllung und ab und zu ein kurzes Abkochen. Die Karaffe braucht mehr Aufmerksamkeit als der Stein.

Unser Laden in Neuss: Öffnungszeiten und Anfahrt →

Sicher trinken

Häufige Fragen zu Wassersteinen

Welche Steine darf man ins Wasser legen?

Fast alle, die als Wassersteine verkauft werden: die Quarze wie Bergkristall, Amethyst, Rosenquarz, Aventurin, Roter Jaspis und Karneol, dazu Fluorit, Orangencalcit, ungefärbter Magnesit, Sodalith, Tigerauge und Aquamarin. Ins Glasröhrchen gehören Steine, die Metalle abgeben oder sich auflösen, etwa Malachit, Pyrit oder Selenit. Gefärbte und behandelte Steine bleiben ganz draußen; die Sortenliste oben zeigt es im Detail.

Wie lange müssen die Steine im Wasser bleiben?

Zwischen zwei und acht Stunden, gern über Nacht. Eine „richtige“ Zeit gibt es nicht, es ist Gewohnheit. Wichtiger als die Dauer ist, dass das Wasser innerhalb eines Tages getrunken wird.

Wie lange ist Edelsteinwasser haltbar?

Einen Tag, im Sommer eher kürzer. Danach ausschütten, Karaffe spülen, neu ansetzen.

Darf die Karaffe in die Sonne?

Nein. Amethyst und Rosenquarz bleichen aus, und Wärme lässt Algen und Keime wachsen. Kühl und dunkel ist der richtige Platz.

Darf Fluorit ins Wasser?

Ja. Fluorit löst sich in Wasser nicht und liegt in unserer Mischung Guter Schlaf direkt in der Karaffe. Weil er leicht spaltet, fährst du beim Abspülen einmal mit dem Finger darüber und sortierst aus, was scharfkantig geworden ist.

Ist Tigerauge im Wasser gefährlich?

Nein. Die Fasern, die dem Tigerauge seinen Schimmer geben, sind vollständig in Quarz umgewandelt, der Stein ist im Wasser so stabil wie jeder andere Quarz. Er darf direkt in die Karaffe.

Darf Selenit ins Wasser?

Nicht direkt. Selenit ist Gips und löst sich im Wasser langsam auf. Im Glasröhrchen kannst du mit ihm arbeiten, ohne dass er Schaden nimmt.

Kann Edelsteinwasser verkeimen?

Ja, und das ist das größte Risiko. Rohsteine haben Poren, in denen sich ein Biofilm bildet, der sich mit Ausspülen nicht entfernen lässt. Deshalb: Wasser innerhalb eines Tages trinken, Karaffe wöchentlich auskochen, Steine regelmäßig abkochen.

Was ist mit Heilsteinen und Erfahrungsmedizin gemeint?

Die Steinheilkunde gehört zur Erfahrungsmedizin: Wissen aus Beobachtung, Überlieferung und persönlicher Erfahrung, über Jahrhunderte weitergegeben. Was den einzelnen Steinen nachgesagt wird, steht im Steckbrief; was es für dich bedeutet, zeigt sich an der Karaffe.

Dürfen Schwangere und Kinder Edelsteinwasser trinken?

Die Steinheilkunde selbst rät Schwangeren, Stillenden, Babys und Kleinkindern ab, und wir sehen das genauso. Für ältere Kinder ist die indirekte Methode mit dem Glasröhrchen die entspannte Lösung, weil das Wasser nur Glas berührt.

Weitere Ratgeber aus unserem Laden

Quellen

  • Wikipedia, Artikel Gips, Malachit, Pyrit, Fluorit, Türkis, Lapislazuli, Achat, Heilstein und Erfahrungsmedizin, abgerufen September 2026
  • Michael Gienger, Lexikon der Heilsteine; Hildegard von Bingen, Physica (Buch der Steine)
  • steine-und-minerale.de, Artikel Amethyst, Tigerauge und Hildegard von Bingen
  • Stiftung Warentest, Wasserfilter im Test 07/2022; Verbraucherzentrale, Wasserfilter aus hygienischer Sicht
  • Beratungswissen aus dem Laden Spirit of Gaia, Neuss