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Welche Steine dürfen nicht ins Wasser? Die Liste und das Glasröhrchen

  • Brenda Dahmen
  • Veröffentlicht am
  • 6 Minuten Lesezeit
Glaskaraffe mit Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst im Wasser, darin ein verschlossenes Glasröhrchen mit Malachit; Pyrit und Selenit liegen daneben auf einem Leinentuch

Welche Steine dürfen nicht ins Wasser? Direkt ins Trinkwasser gehören keine Steine, die Stoffe abgeben oder sich im Wasser auflösen: Malachit, Azurit, Chrysokoll, Türkis, Lapislazuli, Pyrit, Markasit, Hämatit, Magnetit, Moqui-Kugeln, Amazonit, Selenit und Halit. Mit ihnen arbeitest du im geschlossenen Glasröhrchen. Gefärbte, geölte, gewachste und stabilisierte Steine bleiben ganz draußen.

Die meisten Wassersteine dürfen direkt in die Karaffe, allen voran die Quarze Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst. Unsere Wassersteine sind auf diese Frage hin ausgewählt, und alle Steine in unseren Mischungen dürfen direkt ins Wasser. Die ganze Sortenliste steht im Ratgeber Wassersteine.

Welche Steine dürfen nicht ins Wasser, weil sie sich auflösen?

Selenit und Halit gehen im Wasser nach und nach in Lösung. Selenit ist Gips mit der Mohshärte 2, und Gips ist mit 2,1 Gramm je Liter wasserlöslich. Halit ist Steinsalz.

In der Karaffe werden beide mit der Zeit kleiner. Im Glasröhrchen kannst du mit Selenit und Halit arbeiten, ohne dass sie Schaden nehmen.

Welche Steine rosten oder verändern sich im Wasser?

Hämatit und Magnetit sind Eisenoxide und rosten im Wasser, Hämatit läuft dabei an. Moqui-Kugeln haben eine Hülle aus Eisenoxid und rosten ebenso. Pyrit und Markasit sind Eisensulfid und werden im Wasser langsam zu Eisensulfat.

Pyrit legst du auch zum Entladen nicht auf Salz, weil eine chemische Reaktion möglich ist. Im Glasröhrchen liegen alle diese Steine gut, denn dort berührt das Wasser nur Glas.

Welche Steine geben Kupfer, Blei oder andere Metalle ab?

Malachit, Azurit und Chrysokoll bestehen zu einem großen Teil aus Kupfer. Malachit ist Kupfercarbonat mit 57 Prozent Kupfer und gibt Kupfer ans Wasser ab, Azurit ebenso. Chrysokoll ist ein weiches, poröses Kupfersilikat.

Türkis ist ein poröses Kupfer-Aluminium-Phosphat und meist stabilisiert. Lapislazuli ist ein Gestein mit Pyrit, empfindlich gegen Wasser und in der Regel geölt.

Amazonit ist ein Feldspat mit der Mohshärte 6 und verdankt seine Farbe dem Blei. In einem Labortest nach der Spielzeugnorm EN 71-3 gingen aus Amazonit in saurer Lösung 125 Milligramm Blei je Kilogramm über, zulässig sind dort 23. Wie viel davon in neutrales Wasser übergeht, ist nicht gemessen, deshalb nehmen wir ihn nur im Röhrchen. Türkis, Lapislazuli und Amazonit gehören wie die Kupfersteine ins Glasröhrchen.

Einige Sammlersteine enthalten giftige Metalle und haben an der Karaffe gar nichts verloren. Galenit, auch Bleiglanz genannt, besteht zu rund 90 Prozent aus Blei, Zinnober ist Quecksilbersulfid, Realgar und Auripigment sind Arsensulfide. Diese Steine gehören in die Vitrine, und wir führen sie nicht als Wassersteine.

Welche Steine bleiben auch aus dem Glasröhrchen draußen?

Gefärbte und behandelte Steine gehören weder in die Karaffe noch ins Röhrchen. Gefärbter Magnesit und gefärbter Howlith werden oft als Türkis-Ersatz verkauft. Beide sind porös, nehmen Farbe auf und geben sie im Wasser wieder ab.

Achate in Blau, Pink oder Violett sind mit Chemikalien gefärbt und oft vorher gebrannt. Naturbelassener Achat ist ein Chalcedon und darf hinein. Goldfluss, Blaufluss und Opalith sind Kunstglas. Bei geölten, gewachsten und stabilisierten Steinen geht die Behandlung ins Wasser über.

Deshalb steht bei uns an jedem Stein, ob er naturbelassen ist. Magnesit darf nur ungefärbt ins Wasser, und der Magnesit in unseren Mischungen ist ungefärbt.

Dürfen Fluorit, Tigerauge und Orangencalcit ins Wasser?

Ja, diese Steine liegen bei uns direkt in der Karaffe. Fluorit ist Calciumfluorid mit der Mohshärte 4 und in Wasser unlöslich. Tigerauge ist ein Quarz mit der Mohshärte 7. Die Fasern, die ihm seinen Schimmer geben, sind vollständig in Quarz umgewandelt, und im Wasser ist er so stabil wie jeder andere Quarz.

Orangencalcit ist Calciumcarbonat mit der Mohshärte 3. Er hebt den pH-Wert des Wassers leicht an, und das Wasser schmeckt dann etwas weicher. Er steckt zum Beispiel in unserer Mischung Kraft und Mut, zusammen mit Aventurin und Bergkristall. Ihn spülst du nur ab und kochst ihn nicht ab.

Auch Aquamarin, Mondstein, Turmalin und getrommelter Obsidian dürfen hinein. Aquamarin ist ein Beryll mit der Mohshärte 7,5 bis 8, Turmalin ein Borsilikat mit 7 bis 7,5, beide hart und stabil. Mondstein ist ein Feldspat mit der Mohshärte 6. Obsidian ist vulkanisches Glas und kommt nur getrommelt und ohne scharfe Kanten ins Wasser.

Chrysopras ist ein Chalcedon, den Nickel grün färbt. Das Nickel bleibt im Stein gebunden, und er darf direkt in die Karaffe. Wer auf Nickel empfindlich reagiert, nimmt ihn im Glasröhrchen.

Fluorit, Mondstein und Obsidian können mit der Zeit eine feine Kante oder einen kleinen Splitter verlieren. Beim Abspülen fährst du deshalb einmal mit dem Finger über die Steine und sortierst aus, was scharfkantig geworden ist. Bei getrommelten Steinen kommt das selten vor.

Wie funktioniert das Glasröhrchen?

Bei der indirekten Methode liegen die Steine in einem geschlossenen Glasröhrchen, einer Phiole oder einem Edelsteinstab, und das Röhrchen steht in der Karaffe. Du siehst den Stein, das Wasser berührt nur Glas. So arbeitest du mit Malachit, Pyrit, Türkis oder Selenit, ohne dass etwas vom Stein ins Wasser übergeht.

In der Steinheilkunde gilt, dass ein Stein seine Qualität auch durch das Glas hindurch an das Wasser weitergibt. Viele legen sich deshalb für die Karaffe eine kleine Sammlung an und wechseln die Steine nach Tag und Stimmung.

Wie erkennst du, ob dein Stein ins Wasser darf?

  • Du weißt sicher, welcher Stein es ist.
  • Er ist naturbelassen, ungefärbt, nicht geölt und nicht gewachst.
  • Er gehört nicht zu den Steinen, die ins Glasröhrchen gehören.
  • Er hat keine scharfen Kanten und keine Splitter.

Bist du unsicher, was ein Stein ist, bleibt er aus dem Trinkwasser. Die Mohshärte sagt über diese Frage wenig aus, denn sie misst die Ritzhärte und nicht die Löslichkeit. Fluorit mit der Mohshärte 4 ist unlöslich, Halit mit der Mohshärte 2 geht in Lösung.

Vor dem Einlegen spülst du jeden Stein unter fließendem, lauwarmem Wasser ab, ohne Seife. Wie du Steine und Karaffe gründlich pflegst, steht in unserer Anleitung Wassersteine reinigen.

Wie pflegst du Steine, die nicht ins Wasser dürfen?

Pyrit, Hämatit, Selenit, Malachit und Lapislazuli hältst du auch zum Entladen nicht unter fließendes Wasser. Für sie nimmt man stattdessen Räuchern, Klang oder Amethyst und Bergkristall. In der Steinheilkunde gilt eine Bergkristallgruppe oder eine Amethystdruse als Ladestation, auf die man die Steine für einige Stunden legt.

Zum Aufladen ist nach der Überlieferung das Mondlicht am beliebtesten. Mondlicht bleicht keinen Stein aus und passt deshalb zu allen. Mehr dazu steht im Abschnitt Steine reinigen, entladen, aufladen im Ratgeber.

Was fragen Kunden bei uns im Laden?

„Kann ich meine Trommelsteine von zu Hause nehmen?“ Wenn du sicher weißt, dass es Bergkristall, Rosenquarz oder Amethyst ist, ja. Bei allen anderen Steinen schauen wir sie uns im Laden am Glockhammer in Neuss gern gemeinsam an. Ein glänzender, bunter Trommelstein aus dem Souvenirladen ist oft gefärbt oder gewachst und bleibt draußen.

„Merkt man einen Unterschied im Geschmack?“ Bei Quarzen kaum. Mit Calcit kann das Wasser etwas weicher schmecken, weil der Stein den pH-Wert leicht anhebt.

Häufige Fragen zu Steinen, die nicht ins Wasser dürfen

Darf Selenit ins Wasser?

Nicht direkt. Selenit ist Gips und geht im Wasser langsam in Lösung. Im Glasröhrchen kannst du mit ihm arbeiten, ohne dass er Schaden nimmt.

Darf Malachit ins Wasser?

Nur im Glasröhrchen. Malachit ist Kupfercarbonat und gibt Kupfer ans Wasser ab. Im geschlossenen Röhrchen berührt das Wasser nur Glas.

Darf Hämatit ins Wasser?

Nur im Glasröhrchen. Hämatit ist ein Eisenoxid, er rostet im Wasser und läuft an.

Ist Tigerauge im Wasser gefährlich?

Nein. Die Fasern im Tigerauge sind vollständig in Quarz umgewandelt. Der Stein ist im Wasser so stabil wie jeder andere Quarz und darf direkt in die Karaffe.

Darf Fluorit ins Wasser?

Ja. Fluorit ist in Wasser unlöslich und liegt bei uns direkt in der Karaffe. Weil er leicht Splitter verlieren kann, schaust du beim Abspülen kurz nach scharfen Kanten.

Welche Steine sind für Edelsteinwasser sicher?

Die Quarze Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst, Aventurin, Roter Jaspis und ungebrannter Karneol, dazu Rauchquarz, Fluorit, Orangencalcit, ungefärbter Magnesit, Sodalith, Tigerauge und Aquamarin, alle naturbelassen. Für den Anfang ist die Grundmischung aus Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst die sicherste Wahl, weil alle drei Quarze sind.

Unsere Mischungen aus naturbelassenen Rohsteinen, die alle direkt ins Wasser dürfen, findest du bei unseren Wassersteinen für die Karaffe.

Quellen: Wikipedia, Artikel Gips, Malachit, Pyrit, Fluorit, Türkis und Lapislazuli (abgerufen September 2026) · epigem, Blei in Amazonit · Ratgeber Wassersteine von Spirit of Gaia · Beratungswissen aus dem Laden Spirit of Gaia, Neuss.

Stand: September 2026 · Brenda Dahmen, Spirit of Gaia, Neuss