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Pentagramm: Bedeutung, Geschichte und das Zeichen im Ritual

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Schwarzes Räuchergefäß aus Speckstein mit Pentagramm im Kreis und Sieb, daneben helle Harzkörner auf einer Marmortheke

Das Pentagramm ist ein fünfzackiger Stern aus fünf gleich langen Linien, den du in einem Zug zeichnen kannst. Schon im alten Mesopotamien war es bekannt, und seit der Antike galt es als kraftvolles, positives Zeichen für Gesundheit, Schutz und den Kreislauf des Lebens. Die Pythagoreer nutzten es als Erkennungszeichen, im Mittelalter galt es als Bannzeichen gegen das Böse, und im heutigen Hexentum stehen seine fünf Spitzen für Erde, Wasser, Feuer, Luft und Geist.

Bei uns begegnet dir das Zeichen beim Räuchern: auf dem Räuchergefäß Pentagramm aus schwarzem Speckstein, das mit einem Teelicht ohne Kohle auskommt, auf dem Hexenkessel Pentagramm aus Gusseisen und auf Haltern für Räucherstäbchen und Kegel. Alles zusammen, dazu Räucherwerk für die Jahreskreisfeste, findest du in der Kollektion Hexenbedarf & Ritualbedarf, im Onlineshop und im Laden am Glockhammer in Neuss.

Was bedeutet das Pentagramm?

Das Pentagramm ist ein positives, kraftvolles Zeichen, und so haben es die meisten Traditionen seit der Antike gedeutet. In der Antike deutete man es als Zeichen einer Gottheit und der Gesundheit, im Christentum standen die fünf Ecken für die fünf Wunden Christi, im Volksglauben galt es als Abwehr gegen Druden, und im Wicca steht es für die fünf Elemente. In der überlieferten Tradition verbindet man es bis heute mit Schutz und mit dem Gleichgewicht der Elemente.

Zeit und Tradition Was das Pentagramm dort bedeutet
Mesopotamien, um 3000 v. Chr. gedeutet als Zeichen für eine Gottheit
Pythagoreer im antiken Griechenland Erkennungszeichen, Wohlergehen und Gesundheit, Goldener Schnitt
Christentum im Mittelalter die fünf Sinne und die fünf Wunden Christi
Volksglaube Drudenfuß, Bannzeichen gegen das Böse und Abwehr gegen Druden
Renaissance die fünf Elemente und der Mensch im Stern
Wicca und Hexentum heute Erde, Wasser, Feuer, Luft und Geist; Schutz

Woher kommt das Pentagramm?

Schon im alten Mesopotamien zeichnete man Pentagramme auf Keramik. Eines fand sich auf einem Krug aus der Djemdet-Nasr-Zeit um 3000 v. Chr., und man deutet es als Zeichen für eine Gottheit. Der Name kommt aus dem Griechischen, von pente für fünf und gramme für Linie.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. nutzten die Pythagoreer, die Schule des Philosophen Pythagoras, das Pentagramm als Erkennungszeichen untereinander und als Zeichen für Wohlergehen und Gesundheit. Sie verehrten es auch wegen seiner Mathematik, denn jede seiner Linien teilt die anderen im Goldenen Schnitt.

Weil man den Stern in einem Zug zeichnet und am Schluss wieder am Anfang ankommt, galt er außerdem als Zeichen für den Kreislauf des Lebens.

Ist das Pentagramm ein christliches Symbol?

Im Mittelalter hatte das Pentagramm auch eine christliche Bedeutung. Die fünf Ecken standen für die fünf Sinne und für die fünf Wunden Christi, und an vielen Fensterrosetten gotischer Kirchen ist der Stern bis heute zu sehen. Die Marktkirche in Hannover trägt an der Ostseite ihres Turms einen Drudenfuß, der auf der Spitze steht.

Ausführlich erzählt es ein englisches Gedicht aus dem 14. Jahrhundert, Sir Gawain und der Grüne Ritter. Der Ritter Gawain trägt das Pentagramm auf seinem Schild, und jede Spitze steht für eine Gruppe von fünf: seine fünf Sinne und fünf Finger, die fünf Wunden Christi, die fünf Freuden Marias und die fünf ritterlichen Tugenden Freigebigkeit, Freundschaft, Keuschheit, Ritterlichkeit und Frömmigkeit. Der Dichter führt das Zeichen auf König Salomo zurück.

Warum heißt das Pentagramm Drudenfuß?

Drudenfuß heißt das Pentagramm, weil es im Volksglauben als Abwehrzeichen gegen die Druden galt. Druden sind Gestalten des Volksglaubens, die vor allem in Süddeutschland und Österreich bekannt sind: Nach der Überlieferung setzen sie sich nachts auf Schlafende und gelangen durch kleinste Spalten und Schlüssellöcher ins Zimmer. Eine Sage erzählt, das Zeichen gehe auf den vogelartigen Fußabdruck einer Drude zurück.

Im Mittelalter und noch lange danach sah man im Pentagramm ein Bannzeichen, das Böses und Dämonen fernhalten sollte. In Goethes Faust liegt ein Drudenfuß auf der Schwelle und hält Mephistopheles in Fausts Studierzimmer fest; hereingekommen war er nur, weil eine nach außen zeigende Ecke des Zeichens nicht ganz geschlossen war.

Als Steinmetzzeichen war der Drudenfuß im Mittelalter gebräuchlich, und als Wappenfigur steht er bis heute in Ortswappen wie denen von Knielingen, Giebenach und Schlotheim. Marokko und Äthiopien führen ihn in ihren Flaggen.

Was bedeutet das Pentagramm im Hexentum und im Wicca?

Im Wicca, dem modernen Hexentum, ist das Pentagramm das meistgenutzte Zeichen, und seine fünf Spitzen stehen für die fünf Elemente. Vier davon sind Erde, Wasser, Feuer und Luft, das fünfte ist der Geist, der die vier anderen verbindet. Daneben gilt der Stern als Bild des Menschen mit Kopf, Armen und Beinen.

Wicca geht auf den Engländer Gerald Gardner zurück und wurde mit seinem Buch Witchcraft Today 1954 öffentlich bekannt. Die Verbindung von Stern und Elementen ist älter: In der Renaissance ordneten Gelehrte wie Heinrich Cornelius Agrippa den fünf Spitzen die Elemente zu und zeichneten den Menschen in ein aufrechtes Pentagramm. Im 19. Jahrhundert beschrieben Okkultisten die obere Spitze als den Geist, der über den vier Elementen steht.

Auf dem Altar liegt im Wicca das Pentakel, eine Scheibe mit einem Pentagramm im Kreis, die Spitze nach oben. Es gehört zu den Ritualwerkzeugen wie Athame, Stab und Weihrauchfass und steht für das Element Erde. Beim Ziehen des magischen Kreises werden die Elemente an den Himmelsrichtungen angerufen, in der Tradition Gardners die Luft im Osten, das Feuer im Süden, das Wasser im Westen und die Erde im Norden, während der Geist in die Mitte gehört.

Fast alle Wicca feiern die acht Feste des Jahreskreises. Wie sie zusammenhängen und welches Räucherwerk zu jedem Fest gehört, steht in unserem Ratgeber zu den Jahreskreisfesten.

Was bedeutet ein umgedrehtes Pentagramm?

Ein umgedrehtes Pentagramm, das auf einer Spitze steht und zwei Spitzen nach oben zeigt, ist in der Wappenkunde und an manchen Kirchen ein Drudenfuß wie jedes andere Pentagramm. In der Fensterrose an der Nordseite der Kathedrale von Amiens aus dem 13. Jahrhundert zeigt ein Stern nach unten, den manche als den herabkommenden Heiligen Geist deuten.

Im 19. Jahrhundert unterschieden Okkultisten die beiden Richtungen: Der Franzose Éliphas Lévi deutete die aufrechte Form als Geist über der Materie und die umgekehrte als ihr Gegenbild. Auf diese Umdeutung beriefen sich später einzelne Strömungen bis hin zum Satanismus und missbrauchten das umgekehrte Zeichen, und Metal-Musik und Horrorfilme machten es zum Bild für das Unheimliche. Daher kommt der schlechte Ruf, der dem Pentagramm selbst nicht gerecht wird. Auf dem Pentakel des Wicca zeigt die Spitze nach oben, und so steht der Stern auch auf unseren Räuchergefäßen aus Speckstein und auf dem Hexenkessel.

Wie nutzt du das Pentagramm im Ritual?

Im Ritual steht das Pentagramm für die fünf Elemente, und es gilt als Schutzzeichen. Ein Räuchergefäß mit Pentagramm hat seinen Platz auf dem Altar oder in der Mitte des Tisches, an dem du räucherst oder eine Absicht setzt. So kann ein kleines Ritual aussehen:

  1. Stell das Räuchergefäß Pentagramm auf eine feuerfeste Unterlage in die Mitte deines Platzes.
  2. Wer die Elemente einbeziehen möchte, legt nach der Tradition Gardners für jedes ein Zeichen an seine Himmelsrichtung, etwa eine Kerze in den Süden für das Feuer und eine Schale Wasser in den Westen.
  3. Zünde das Teelicht an, stell es in das Gefäß und leg das Sieb auf.
  4. Streu eine Prise Räucherwerk auf das Sieb, etwa Kräuter, Blüten oder die Mischung zum nächsten Jahreskreisfest. Für reine Harze wie Weihrauch legst du statt des Siebs ein kleines Tellerchen auf, sonst tropft das Harz durch.
  5. Sprich deine Absicht aus, für den Schutz deines Zuhauses, für einen Neubeginn oder für das, was dir gerade am Herzen liegt.
  6. Lass das Räucherwerk verglimmen, lass Teelicht und Glut nie unbeaufsichtigt und lüfte danach kurz.

Für Harze und Kräuter auf Kohle nimmst du den Hexenkessel. Du füllst ihn zu etwa zwei Dritteln mit Räuchersand, den du einzeln dazunimmst, legst die entzündete Kohle auf den Sand und gibst das Räucherwerk darauf. Wie beides Schritt für Schritt geht, mit Kohle oder mit Sieb, zeigt unsere Anleitung zum Räuchern. Für Räucherkegel und feine Stäbchen gibt es den Kegelhalter Pentagramm aus Papriholz mit einer Mulde für den Kegel.

Für ein Schutzritual passen Steine und Räucherwerk, die in der Überlieferung als Schutz gelten, etwa Schwarzer Turmalin, Obsidian und Onyx oder Beifuß und Wacholder. Du findest sie in unserer Sammlung Schutzsteine & Schutzräucherwerk.

Pentagramme im Laden am Glockhammer

In unserem Laden in Neuss ist das Hexen- und Wicca-Regal einer der größten Bereiche. Dort stehen Altar- und Ritualzubehör, Stabkerzen für die Kerzenmagie, Räucherbesen und Athame neben Pentagrammen, und nach den Zeichen auf den Räuchergefäßen wird oft gefragt. Tarotkarten und vieles aus dem Ritualbedarf gibt es nur am Glockhammer; die Pentagramm-Gefäße und -Halter bestellst du auch online.

Häufige Fragen zum Pentagramm

Was bedeutet das Hexen-Pentagramm?

Im Hexentum und im Wicca stehen die fünf Spitzen für Erde, Wasser, Feuer, Luft und den Geist, der die vier anderen verbindet. Auf dem Altar liegt es als Pentakel, im Kreis und mit der Spitze nach oben.

Ist das Pentagramm böse?

Nein. Das Pentagramm ist seit Jahrtausenden ein positives Zeichen: bei den Pythagoreern für Gesundheit, im Volksglauben für Schutz und im Wicca für die fünf Elemente. Seinen schlechten Ruf hat es, weil einzelne Strömungen das umgekehrte Zeichen umgedeutet und missbraucht haben und Horrorfilme es als Bild für das Unheimliche nutzen.

Ist das Pentagramm ein Schutzzeichen?

Ja, in der Überlieferung. Im Volksglauben galt der Drudenfuß als Abwehr gegen die Druden, im Mittelalter als Bannzeichen gegen das Böse, und bis heute verbindet die Tradition das Pentagramm mit Schutz.

Was ist der Unterschied zwischen Pentagramm und Pentakel?

Pentagramm heißt der Stern allein, Pentakel der Stern in einem Kreis. Früher war ein Pentakel allgemein ein Amulett mit magischen Zeichen, und im Tarot ist es eine der vier Farben, im Rider-Waite-Tarot von 1909 eine goldene Scheibe mit Pentagramm. Auf unserem schwarzen Räuchergefäß und dem Hexenkessel steht der Stern im Kreis, genau genommen also ein Pentakel.

Wie zeichnet man ein Pentagramm?

Setz fünf Punkte in gleichem Abstand auf einen Kreis, jeweils 72 Grad voneinander entfernt, und verbinde jeden Punkt mit dem übernächsten, bis du wieder am Anfang bist. An den Spitzen entstehen Winkel von 36 Grad, und die Linien teilen sich im Goldenen Schnitt, im Verhältnis von etwa 1,618.

Was ist eine Specksteinschale mit Pentagramm?

Ein Räuchergefäß aus Speckstein mit Pentagramm, in das du ein Teelicht stellst; darauf liegt ein herausnehmbares Edelstahlsieb. Auf dem Sieb verglimmen Kräuter, Blüten und Räucherpulver ohne Kohle, reine Harze auf einem kleinen Tellerchen statt des Siebs. Bei uns gibt es sie aus schwarz poliertem und aus grau marmoriertem Speckstein, das graue mit einem Sieb von 8 cm.

Quellen: Wikipedia (Pentagramm, Pentagram, Pentacle, Wicca, Pythagoreanism, Drude, Drudenfuß (Heraldik), Marktkirche (Hannover)) · Johann Wolfgang von Goethe, Faust I · Beratungswissen aus unserem Laden am Glockhammer in Neuss

Stand: November 2026 · Spirit of Gaia, Neuss

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